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Joachim Huber/Karin von Lerber: Handhabung und Lagerung von mobilem Kulturgut. Ein Handbuch für Museen, kirchliche Institutionen, Sammler und Archive, Bielefeld: Transcript 2003 (Schriften zum Kultur- und Museumsmanagement. Publikationen der Abteilung Museumsberatung; 19). Pb., 194 S., 25,80 EUR. ISBN 3-89942-140-X Rezensiert von Dr.
Tom Lerch, Berlin |
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Hartmut John beschreibt in seinem Geleitwort das Problem zutreffend: Viel zu oft sind die Umgebungsbedingungen in unseren Museen nicht auf dem Stand der heutigen Technik. Und so entstehen mitunter Schäden aufgrund mangelhafter Handhabung oder Lagerung, die vermeidbar sind. Freilich kann sich niemand auf mangelnde Literatur berufen. Schließlich erschienen Standardwerke wie Günter Hilberts "Sammlungsgut in Sicherheit" oder Garry Thomsons "The Museum Environment" bereits vor mehr als 20 Jahren. [1] Joachim Huber und Karin von Lerber wollen mit ihrem "Handbuch für Museen, kirchliche Institutionen, Sammler und Archive", wie es im Untertitel heißt, diesen umfassenden Publikationen ein kompaktes Nachschlagewerk zur Seite stellen, das vor allem den Mitarbeitern kleinerer, nicht spezialisierter Sammlungen ein Hilfsmittel zum sachgerechten Umgang mit unseren Kulturgütern sein soll. Die Einteilung in drei große Kapitel erscheint schlüssig: Im ersten Teil werden die Grundlagen für eine sachgerechte Aufbewahrung referiert, im zweiten Teil sollen dem Leser wichtige Voraussetzung für die Handhabung musealer Objekte vermittelt werden und im dritten Teil sollen nach Umschlagtext "detaillierte Hinweise zum Umgang mit einzelnen Objektgruppen" gegeben werden. Um es vorweg zu
nehmen: Das Problem dieses Buches liegt in seinem beschränkten
Umfang. Um einen Umfang von weniger als 200 Seiten zu ermöglichen
und um den Inhalt für Laien verständlich darzustellen, war
es naturgemäß erforderlich, Zusammenhänge zu verkürzen.
Zahlreiche
wichtige Aspekte im Umgang mit den verschiedenen Objektgruppen werden
beleuchtet. Gleichzeitig wird immer wieder mit erfreulicher Beharrlichkeit
darauf hin gewiesen, daß für eine angemessene Behandlung
unserer Objekte qualifizierte Restauratoren hinzugezogen werden müssen.
(Bemerkenswert ist die Rubrik "Tipp": Hier werden Hinweise
für die Praxis gegeben, die zeigen, daß die Autoren über
ein gerüttelt Maß an Berufserfahrung im Museumsalltag verfügen.)
Dennoch muß der Versuch ein Handbuch zu verfassen scheitern.
Erläuterungen zur individuellen Handhabung von 19 Objektgruppen
auf weniger als 70 Seiten können zu keinem wirklich Ist dieses Buch für die anvisierte Zielgruppe empfehlenswert? Ein klares Votum fällt hier schwer. Empfehlenswert ist jedoch in jedem Fall die zum Handbuch gehörende Website. [2] Hier nutzen Joachim Huber und Karin von Lerber das Medium Internet in geradezu vorbildlicher Art und Weise: Sowohl zu den Texten als auch zur Literaturliste und dem Verzeichnis relevanter Webseiten gibt es Anmerkungen, die häufig aktualisiert werden. So kann beständig neue Information eingearbeitet und Korrekturen eingefügt werden. Die Linkliste ist thematisch untergliedert und führt die Leser, sofern er dies wünscht, von grundlegenden Einführungen zum Umgang mit unterschiedlichen Kulturgütern bis in die Tiefen der wissenschaftlichen Restaurierung und Konservierung. Wer sich die Mühe macht, die berücksichtigten Webseiten mit der nötigen Sorgfalt zu studieren, ist mit Sicherheit differenziert und angemessen informiert, um verantwortlich mit Kulturgut umgehen zu können. Für die Website www.prevart.ch/handbuch.html gilt daher uneingeschränkt: empfehlenswert.
[1] Günter
S. Hilbert: Sammlungsgut in Sicherheitt. Beleuchtung und Lichtschutz,
Klimatisierung, Schadstoffprävention, Schädlingsbekämpfung, [2] prev art GmBH
- Konzepte für die Kulturgütererhaltung (Winterthur): <http://www.prevart.ch/handbuch.html>
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Dokument erstellt am 24.01.2004