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Im Zentrum der
vorliegenden Publikation steht die Frage nach der Bedeutung und Funktion
des Museums sowie nach der Musealisierung der Wissenschaft im 19.
Jahrhundert. Fragen, deren Antworten auch für Leser interessant
sind, die sich nicht für die Medizin interessieren. Matyssek
zeigt in ihrem Buch über Rudolf Virchows Museum, welche Funktion
diese Institution, die Präsentation der Sammlungen und die Objekte
besaßen und geht dabei auch auf Virchow als engagierten Politiker
und leidenschaftlichen Wissenschaftler ein. Virchow begeisterte sich
ebenso für die Anthropologie, Vor- und Frühgeschichte wie
für die Pathologie, darüber hinaus setzte er sich für
die Aufklärung des großen Publikums ein, für die Volksbildung.
Er habe die alten Bilder durch neue ersetzen wollen, die Macht des
Wunder- und Aberglaubens mit einem Museum voller wissenschaftlicher
Bilder zu bekämpfen versucht, weshalb auch das Pathologische
Museum 1901 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.
Damit ist Matysseks Publikation aber auch eine Studie über den
ambivalenten Status bildlicher Darstellungen zwischen Aufklärung
und Sakralisierung, Wissenschaft und Kunst, Fortschrittsglauben und
Vergangenheitssicherung. Zudem macht der vorliegende Band zwei interessante
Texte Virchows zum Pathologischen Museum leichter zugänglich,
die im Anhang wiederabgedruckt sind: "Die Eröffnung des
Pathologischen Museums der Königl. Friedrich-Wilhelms-Universität
zu Berlin am 27. Juni 1899, Berlin 1899" sowie "Das neue
Pathologische Museum der Universität zu Berlin 1901" (107-158).
Das erste Kapitel zur Architektur
des Museums (3-16) zeigt sehr deutlich und mit anschaulichen Bildern
versehen, wie sich die Bedeutung der Pathologie für die Medizin
des 19. Jahrhunderts im heutigen Gebäude widerspiegelt. Im früheren
Gebäude waren so viele Objekte gesammelt worden, dass das Museum
mit Stützen abgesichert werden musste und der Zustand des Gebäudes
im Jahr 1890 sogar als polizeiwidrig beschrieben wurde. Auf dem Hauptgelände
des Krankenhauses war die Pathologie jedoch aus Rücksichtnahme
auf die Patienten nicht erwünscht. Der Standort, der dann gefunden
wurde, war nicht nur wegen der Lichtverhältnisse und der anliegenden
Bahnverbindung günstig, sondern gewährleistete auch einen
vom Krankenhausgelände abgetrennten öffentlichen Zugang
zur Pathologie. Virchow benötigte jedoch nicht nur für seine
Sammlung genügend Raum, sondern auch für ihren ,Zuwachs'
in den nachfolgenden 40 Jahren. Das Finanzministerium versuchte zwar
mehrfach die Gelder zu kürzen, um keine Konkurrenz zwischen den
Museen aufkommen zu lassen, doch Virchow konnte von der politischen
Relevanz seines Vorhabens überzeugen. So wurde 1899 das mit 15.000
Kubikmeter größte Pathologische Museum errichtet. Es
steht isoliert von den übrigen Krankenhausgebäuden, was
damals die übliche Praxis beim Bau Pathologischer Institute war.
Sie sollten sich in der Nähe des Krankenhauses befinden, sich
jedoch dem Blick der Patienten entziehen. Virchows Gebäude zeigt
deshalb noch heute die Spannung zwischen den verschiedenen Ansprüchen,
ein öffentlich zugänglicher Ausstellungsort sowie eine universitäre
Lehr- und Forschungsanstalt zu sein.
Das zweite Kapitel
"Sammlungen" (17-32) beschreibt diese Teilung von Schau-
und Lehrsammlung - was für Sammlungen durchaus üblich, für
die Pathologie jedoch neu war - sowie die Aufstellungssysteme, die
allein auf Virchows Plänen beruhten und auf alle Sammlungbereiche
angewandt wurden. Es gab zentrale Gliederungsschemata, eine topographisch-systematische
Ordnung, und vor allem die Entwicklungsreihen. Ziel war eine möglichst
vollständige Sammlung, die nach diesen Entwicklungsreihen bestimmt
wurde: "Es ist [...] möglich geworden, das Museum so auszustatten,
dass es schon jetzt ausreicht, die Mehrzahl der Krankheiten in den
verschiedenen Zeiten ihres Verlaufes zu
demonstrieren." (23) Matyssek beschreibt, wie die Präparate
geordnet nach Krankheiten und Körperteilen aufgestellt waren,
wie darüber beispielsweise historische Codierungen von Geschlechtskrankheiten
und Geschlechtern verdeutlicht werden konnten, wenn u.a. nur weibliche
Genitalien mit Krankheiten gezeigt wurden. Trotz des Anspruchs auf
Wissenschaftlichkeit wurden auch die spektakulärsten Präparate
(wie Janusköpfe und Sirenen) gleich am Eingang positioniert:
Die Schausammlung sollte alles zeigen, was für die Volksaufklärung
wichtig war. Indem die Präparate in den Entwicklungsreihen vom
Normalen ausgehend als Entwicklung nach naturwissenschaftlichen Gesetzen
gezeigt wurden, sollte dem Wunderglauben entgegentreten werden. Diese
"Varianten eines Normalen" machten das Museum zu einem wissenschaftlichen
Speicher und zu einem Archiv der Veränderungen. Licht und volle
Durchleuchtung des Museums waren dabei zentrale Komponenten: "Der
Unterschied zwischen uns und dem, was die allgemeine Presse bietet,
beruht nur in der Sicherheit, in der Evidenz dessen, was wir vortragen,
in der vollkommenen Kenntnis desselben und in der grösseren Befähigung,
es verständlich darzustellen. Was dazu fehlte und was mir immer
sehr am Herzen lag, das war die unmittelbare Anschauung", so
Virchow. (26) Dies hing von den Konservierungsmöglichkeiten ab,
sowie von den Vitrinen, die eine klare, unverzerrte Betrachtung der
Präparate ermöglichen sollten. In einer Art Zähmung
und Rationalisierung sollte den Besuchern dadurch die Furcht und das
Unbehagen vor den Präparaten genommen werden. Sauberkeit und
Ordnung für ein Sehen, das, so Virchow, ein geschultes Sehen
sein müsse, also kein natürliches unmittelbares Sehen, sondern
eine ausgebildete Technik. Ganz im Unterschied zu dem, was uns heute
z.B. in der anatomischen Ausstellung "Körperwelten"
suggeriert wird.
Mit den Präparaten
pflegte Virchow einen geradezu religiös-pietätvollen Umgang.
Eine Religiosität, die sich scheinbar auch auf Virchow selbst
übertrug. In der Mitte eines der Ausstellungsräume stand
(und steht noch heute) die Büste des Museumsgründers, womit
ihm noch zu seinen Lebzeiten in seiner eigenen Sammlung ein Denkmal
gesetzt wurde: Der "Schöpfer der Sammlung inmitten seiner
Präparate", gleichsam als Künstler und Sammler stilisiert,
wie es bei Matyssek heißt (22). Virchow wurde als Sammler in
eine "quasi-gottgleiche Stellung" gerückt, indem von
ihm als "des Meisters (...) Schöpfung" gesprochen wurde
(17). Die im 19. Jahrhundert vollzogene Trennung der Pathologie von
der Anatomie ging fast immer mit der Einrichtung einer Sammlung einher.
Für derartige Sammlungen waren jedoch keine eigenen Museumsbauten
vorgesehen, so dass es sich bei Virchows Museum um einen ganz neuen
Museumstyp handelte. Die Regierung schrieb diesem Museum nationale
Bedeutung zu und unterstützte das Vorhaben mit hohem finanziellem
Aufwand. Das vorgestellte Kapitel über Virchows Sammlungen ist
ausgesprochen informativ, gerne hätte man aber mehr über
die Zusammenhänge von politischem Engagement, Volksbildung, Kulturpolitik
und Museumsentstehung erfahren, denn immerhin kam Virchows wissenschaftlicher
Betätigung eine nicht unwesentliche Rolle bei seiner politischen
und gesellschaftlichen Arbeit zu. [1]
Das Kapitel "Sammler"
(17-45) geht zwar auf die vielfältige wissenschaftliche und politische
Arbeit Virchows ein, arbeitet allerdings die jeweiligen Bedeutungszusammenhänge
füreinander nicht konkret heraus. Matyssek beschreibt Rudolf
Virchow als Persönlichkeit, die Politik und Wissenschaft in sich
vereinigte, sich für eine liberale Volksbildung einsetzte und
Wissenschaftspopularisierung betrieb. Sie geht zwar
ausführlich auf die Sammlungspolitik ein, arbeitet jedoch die
entsprechenden Methoden und Folgen nicht deutlich genug heraus, obwohl
Virchows Sammelpraxis ganz offensichtlich für die Berliner Museumspolitik
nicht folgenlos blieb. [2] Deutlich hingegen wird diese Sammlungs-
und Ausstellungspraxis in Bezug auf die Volksbildung. Virchow zeigte
in seinen Ausstellungen, was sonst nur auf Jahrmärkten und in
Panoptiken zu sehen war. Er vermaß und fotografierte die dort
zur Schau gestellten Menschen mit Fehlbildungen oder Menschen aus
exotischen Ländern und nutzte die Auswertungen seiner Untersuchungen
für seine eigenen Forschungen und Präsentationen. Die wissenschaftlichen
Erläuterungen der im Museum ausgestellten Krankheiten unterschieden
seine Sammlungen von denen der Jahrmärkte. Doch gerade in der
Wissenschaftlichkeit der Ausstellungspräsentation wird auch der
Grund für die sinkenden Besucherzahlen in Pathologischen Museum
gesehen. Nach Matyssek sei Virchow eigentlich mit seinem Volksbildungsanspruch
des Museums gescheitert. 1870
stand dieses Ziel außerdem in einem zunehmenden Widerspruch
zu den sozialdemokratischen Ansätzen der Arbeiterbildung, die
nicht auf bürgerliche Bildung zielte, sondern auf politisches
Wissen zur Verbesserung der politischen und wirtschaftlichen Lage.
Virchow aber war auf
wissenschaftlichem, politischem und sozialem Gebiet gleichzeitig tätig
- ein linksliberaler Politiker im Kulturkampf gegen den Einfluss der
Kirche, die er aus dem Herrschaftsbereich zurückdrängen
wollte. Der Volksbildungsanspruch der Präsentationen verschob
sich zunehmend zugunsten eines praktischen Nutzens für Forscher
und Experten. Das Museum sollte eine Musteranstalt für die Welt
werden, eine Repräsentation nationaler Leistung. Die Medizin
war für Virchow dabei Teil einer allgemeinen Kulturgeschichte,
deren Entwicklungslinien das Museum als Ordnungssystem aufzeigen sollte.
Zugleich sollte aber auch die Institutionalisierung der pathologischen
Anatomie und der Zellularpathologie, die der zeitgenössischen
Bakteriologie gegenüber in Vergessenheit zu geraten drohte, als
selbständiges Fach gesichert und in den Mittelpunkt medizinischer
Forschung gestellt werden. Matyssek betont, dass Virchow sich mit
seinen Präparaten, die er als Monumente für die Wissenschaft
ansah, selbst einen zentralen Platz in der Geschichte der Charité
gesichert habe.
Das letzte Kapitel
"Objekte" (47-84) beschreibt nicht nur die Geschichte der
Sammlung und die verschiedenen historischen Darstellungsweisen der
Präparate, sondern greift noch einmal die Bedeutung des Museumsgründers
auf, die für die Objekte eine wesentliche Rolle spielte. So wurde
das Museum im Volksmund "Kaiser-Virchow-Gedächtnis-Kirche"
genannt und galt als eine Art Wallfahrtsort für Forscher. Damit
einher ging zugleich eine Sakralisierung des Pathologischen Museums,
dessen Expositionen dadurch in die Nähe von
Reliquien gerückt wurden. Matyssek verweist in diesem Zusammenhang
auf einen ursprünglich religiösen Zusammenhang der Konservierungsverfahren.
Wie bei Reliquien der Glaube hervorgerufen wurde, sollte die unmittelbare
Betrachtung der Präparate den Glauben an ein Wissen herstellen.
Ihre Wirkung war jedoch ähnlich ambivalent wie bei den Reliquien,
die Verehrung und zugleich Schauder und Ängste auslösen
konnten und diese zugleich zu binden vermochten. Diese suggestive
Zähmung des Monströsen durch Erklärung und Rationalisierung
habe den Museumsbesuchern den Schrecken genommen. Matyssek folgt bei
diesen Museumsbeschreibungen den Ausführungen von Karl-Josef
Pazzini. [3] Demnach wird der Besucher eben dort mit dem Tod konfrontiert,
zugleich aber auch von diesem gebannt, eine Institution, die helfen
kann, die Todesangst zu verdrängen. Das Wunder löst sich
letztlich in einer Reihe von gesetzmäßigen Erscheinungen
auf, wobei Matyssek auch deren Gewaltsamkeit beispielhaft aufzeigt.
Als Beispiel führt sie den Fall eines Vaters, der sein totgeborenes
Kind dem Institut gegeben habe. Als er dafür jedoch keine Gegengabe
erhielt, forderte er die Kinderleiche wieder zurück. Darauf habe
Rudolf Virchow ihm geantwortet, es müsse, wenn es eine Auferstehung
gäbe, einfacher sein, den Körper wieder zu finden, wenn
er eingelegt sei. Der Kinderkörper sei nun präpariert, aber
wenn der Vater sein Kind zurückhaben wolle, wäre dies natürlich
möglich. - Eine brisante Geschichte als Überleitung zur
Geschichte des Präparierens und Sammelns, die schon 1713 mit
mit der Einrichtung des Anatomischen Theaters zur Ausbildung der
Regimentschirurgen unter König Friedrich Wilhelm I. begann. Ruysch-Präparate
wurden dafür angekauft und im Jahr 1724 gab es sogar eine königliche
Ordre, Totgeborene mit Missbildungen dort abzugeben. Private Sammlungen
sind auch in Virchows Sammlung aufgegangen. Aus dem Anatomisch-Zootomischen
Universitätsmuseum, das im Jahr 1834 rund 10.000 Objekte besaß,
erhielt Virchows Sammlung 1.876 Objekte und nach der Auflösung
des Universitätsmuseums noch einmal 2.600 Objekte. Zeitgleich
damit begann eine 20 Jahre andauernde Auseinandersetzung um den Besitz
der Präparate, die dokumentiert, dass nicht nur Virchow die Geschichte
von Sammlungen wichtig war: Man hatte Bedenken, dass die in der Literatur
zitierten Objekte aus bestimmten Sammlungen nicht mehr wiederzufinden
waren.
Medizinische Präparate
sind, so Matyssek, zugleich aber auch Artefakte, die an bestimmte
historische Vorstellungen vom Körper gebunden sind. Das Ziel
Virchows sei die "Erhaltung des natürlichen Aussehens",
die "Illusion der ungekünstelten Naturwahrheit" (64)
gewesen. Dem entsprechend folgt der vorliegende Text hier stark der
Oppositionierung von Kunst / Wissenschaft und künstlich / natürlich.
Virchow und sein Präparator Kaiserling bezeichneten ihre Präparate
als Bilder, als wirkliche Bilder, die allerdings nicht für ein
ungeschultes Auge gedacht waren. Es waren keine Kunstwerke, sondern
künstliche Objekte im Sinne der Gestaltung des Naturobjekts.
Und eben darin bot das Museum einen Einblick: In die Geschichte dieser
Konservierungstechniken. Kaiserling hatte sich das Ziel gesetzt, die
"Illusion der ungekünstelten Naturwirklichkeit" (67)
zu erreichen. Von der Arbeit des Präparators sollten möglichst
wenig Spuren erhalten bleiben, womit er dem Authentizitätsversprechen
des 19. Jahrhunderts folgte. War es das Ziel, das Tote so gut darzustellen,
dass es lebendig wirke, so wollten
Kaiserling und Virchow keine Zweideutigkeiten. Genau diese aber scheinen
sich durch die Publikation Matysseks einzustellen (zumal sie diese
Ambivalenz gleich zu Beginn ankündigt). Zielte Virchow auf Säkularisierung
und Rationalisierung des Wunder- und Aberglaubens, so hatte sich auf
einer anderen Ebene ein geradezu religiöses Moment sowohl bezüglich
der Objekte, des Museums wie auch der Person Virchows selbst eingestellt.
Ebenso erscheint die Behauptung Matysseks, Virchow habe kein ästhetisches
Vergnügen mit seinen Expositionen bei den Besuchern erzielen
wollen, als unhaltbar. Vielmehr hatte Virchow bewußt mit Panoptiken
zusammengearbeitet und in seiner Ausstellung mit Inszenierungen des
Sensationellen, sozusagen einer Ästhetik des Schrecklichen, gearbeitet.
Der das Buch beschließende
Teil über die Geschichte der Konservierung und Präparierung
ist leider sehr kurz ausgefallen. Ausgehend von den berühmten
anatomischen Wachspräparate der Specola in Florenz, die bereits
zehn Jahre nach der Eröffnung wegen ihres skulpturalen Charakters
und ihrer idealisierenden Ungenauigkeiten von Ärzten angeprangert
wurden, wird das historische Verhältnis von Kunst und Wissenschaft
noch einmal beschrieben. Doch schon bei den Wachspräparaten stellt
sich die Frage, ob diese eher allgemein definierte Ablehnung stimmig
ist. Anfang des 19. Jahrhunderts hätten sich, so Matyssek, Kunst
und Medizin nicht impliziert. Die Medizin bildete eigene ikonografische
Körperbilder ohne künstlerische Einflüsse aus, eine
Ästhetik, die sich allein durch eine möglichst nüchterne
Deutlichkeit
definierte. Matyssek macht innerhalb ihrer Darstellung einen zu großen
inhaltlichen Sprung, der letztlich auf Kosten der Genauigkeit geht:
Sie verweist auf die modernen Plastinate, unterscheidet dabei aber
weder die Präparate, die für den Verkauf an wissenschaftliche
Institute bestimmt sind, von populären Präparaten für
die "Körperwelten"-Ausstellung, noch die verschiedenen
Formen von Wissenschaft und Ästhetik, die jeweils damit verbunden
sind. Vielmehr stellt sie die Behauptung auf, dass die Plastinate
eine Wiedervereinigung von Kunst und Medizin darstellen. Doch auch
wenn dem so wäre, greift eine solche Schlussfolgerung angesichts
der Argumentation, die für die "Körperwelten"
- Ausstellung bemüht wird, zu kurz. Denn gerade diese Ausstellung
macht für sich die Überwindung der Grenzen zwischen Kunst
und Wissenschaft geltend, hin zu einer absoluten und wahrhaften Naturästhetik
ohne Kunst und Reflektion.
Anmerkungen:
[1] Siehe Marianne
Schuller: Moderne, Verluste. Literarischer Prozess und Wissen, Basel/Frankfurt
a.M. 1997 (Nexus; 29), S. 61-74.
[2] Vgl. hierzu Karl Scheffler: Berliner Museumskrieg, Berlin 1921;
Sibylle Benninghoff-Lühl: Collections, citations et crânes.
Rhetoriques et savoir chez Virchow. In: Quand Berlin pensait les peuples.
Anthropologies, ethnologie et psychologie (1850-1890). Edition du
CNRS, Paris (März 2004, i.Dr.).
[3] Karl-Josef Pazzini: Die Toten bilden (Museum zum Quadrat; No.
15) (Museum & Psychoanalyse; 2), Wien 2003.
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